8 leichte Schritte zu einer 1er Präsentation

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Die schweißnassen Hände zittern. Der Mund will einfach nicht die Sätze ausspucken die man sich vorher überlegt hat. Die Overheadfolie liegt linksrum auf dem Projektor. Ich habe Präsentationsprüfungen immer gehasst!. Wenn bei einer schriftlichen Prüfung etwas schief geht, radiert oder killert man es halt wieder weg. Bei einer Präsentationsprüfung hingegen wird jeder Fehler sofort mit einem Lachen oder einer schlechten Note bestraft.

Ganze Bücher wurden schon über solche Schulpräsentationen geschrieben. Fragen wie: Overhead oder Powerpoint? Auswendig oder Karteikarten? Wievielt Folien pro Präsentation usw.? Werden in diesen zwar souverän mit: “Je nach Geschmack und Fähigkeiten beantwortet”, doch konkrete Hilfe bieten sie kaum. Deswegen habe ich hier 8 Tipps aus meiner Schulerfahrung zusammengestellt, um die oben genannten Fragen und noch einige mehr, konkret zu beantworten. Auch wenn ich stets schrecklich unsicher bei meinen Präsentationen war und meine Stärke ganz sicher nicht in der Art des Vortrages lag, habe ich es geschafft in der mündlichen Abiturprüfung 14 Punkte zu erreichen. Dieser Beitrag richtet sich also an alle die wie ich wissen, dass sie eher unsicher präsentieren, aber dennoch gute Präsentations Noten wollen.

Die Aufregung vor einer Präsentation wird dir niemand nehmen können. Keine dämlichen Atemübungen und keine Gymnastikübung. Aber trotzdem sind gute Noten in Präsentationsprüfungen möglich. Hier sind meine 7 Tipps wie:

Hintergrundwissen

Stell dir mal 2 Schüler vor. Schüler 1 ist eher der sichere Präsentationstyp. Steht selbstbewusst vor der Klasse. Hat seinen Text auswendig im Kopf und hat viel Wert auf schöne Präsentations Folien gelegt. Hat allerdings seine Infos ausschließlich aus Wikipedia und auch nur die, die unmittelbar für die Präsentation wichtig sind. Schüler 2 ist furchtbar unsicher. Hält in zittrigen Händen einen Haufen Karteikarten und hat nur Schwarz-Weiß Folien. Hat aber 3 Bücher zum Thema gelesen und nur ergänzend Wikipedia benutzt. Wer denkst du bekommt die bessere Note?

Lehrer sind nicht blöd. Nicht das sie merken würden, dass Schüler 1 alles von Wikipedia hat. Aber Lehrer merken wie tief ein Schüler in die Materie eingedrungen ist. Und für Lehrer ist es viel wichtiger, dass sich der Schüler mit dem Thema beschäftigt hat, als wenn er die Zeit mit einer schönen Präsentation verbracht hat. Auch wenn die Präsentation von Schüler 2 stockender Abläuft, können Feinheiten Hintergrundwissen durch blitzen lassen die den Lehrer stutzen lassen. Klar kann man versuchen die Lehrer mit einer tollen Powerpoint Folie zu blenden, allerdings zählt am Ende nur wie gut man sein Thema beherrscht. Umso mehr du zu deinem Thema zu sagen hast, umso weitläufiger und tief greifender deine Randbemerkungen sind, desto besser wird am Ende auch die Note. Oftmals reicht ein einziger ironischer Kommentar um den Lehrer von deinem Hintergrundwissen zu überzeugen. Beispielsweise bei einer Präsentation zum Thema Globalisierungs Kritik könntest du, in der anschließenden Fragerunde auf eine globalisierungsfreundliche Bemerkung antworten:

Hmm, dann könnten wir ja auch wieder Anfangen Nestlé Muttermilch zu trinken oder?

Der Lehrer versteht sofort, dass du vom Nestlé Skandal in den 70ern gehört hast und dich wirklich mit dem Thema auseinander gesetzt hast. Hintergrundwissen ist wirklich das was zählt. Auch wenn die Lehrer versuchen dir weiszumachen, dass es auch auf die Art der Präsentation ankommt ist doch dieses zusätzliche Wissen, was meiner Erfahrung nach wirklich eine gute von einer schlechten Note unterscheidet. Natürlich musst du wenn du die solches Hintergrundwissen angeeignet hast, es auch durch blitzen lassen. Aber meistens geschieht das sowieso ganz von alleine.

Overhead

Lehrer lieben Overhead. Overhead Folien kosten Geld und Zeit und genau das Wissen Lehrer. Für die meisten Lehrer sind Computer etwas mysteriöses dem sie nicht wirklich trauen im Gegensatz zu Overhead Folien die sie noch aus ihrer Schulzeit kennen. Bei Powerpoint Folien können Lehrer den Aufwand nicht einschätzen, weil die meisten eben noch nie eine erstellt haben. Dein Zeitaufwand wird also mit großer Wahrscheinlichkeit nicht ausreichend gewürdigt. Zudem sind viele Lehrer der Meinung, dass das ganze PC Dingsbums nur Spielerei ist und somit alle eigentlichen Vorteile einer Powerpointpräsentations durch diese negative Vorurteilshaltung zunichte gemacht wird. Lehrer freuen sich viel mehr wenn du etwas “pfiffiges” mit deinen Overhead Folien machst, wie beispielsweise 2 übereinander zu einem Schaubild zusammen legst.

Karteikarten

Leere Hände sehen bei Präsentationen fast immer blöd. Ausnahmen bilden da höchstens wild gestikulierte Ami Manager auf Firmenpräsentationen. Karteikarten geben ein Gefühl von Sicherheit und vermeiden, dass die Hände aus versehen in den Hosentaschen landen.

So viele Folien wie möglich

Folien geben dir während einer Präsentation Zeit und Halt, zudem geben sie einer Präsentation Struktur und dem Zuhörer Angelpunkte, so dass er dir besser folgen kann. Ich habe noch nie eine Präsentation gesehen in denen zu viele Folien im Einsatz waren aber schon viele in denen zu wenige. Folien vorzubereiten ist viel Arbeit und genau deswegen wirst du nicht zu viele machen. Mach einfach so viele wie du denkst das du brauchst. Es werden nie zu viele sein, dafür wird deine eigene Faulheit schon sorgen.

Zieh dich ja nicht zu gut an

Zieh dich immer nur so an, dass du dich wohl fühlst. Natürlich soll der Lehrer merken, dass du das ganze ernst nimmst. Allerdings wirken Anzug und Krawatte selbst bei einer mündlichen Abitur Prüfung lächerlich und unnatürlich. (Es sei denn du heißt Barney Stinson und trägst immer Anzüge ;) ) Andere Menschen merken wenn du dich unwohl in deiner Kleidung fühlst. Finde einfach den Mittelweg: chic genug aber du musst dich immer noch wohl fühlen.

Nimm Verhaspler mit Humor

Das man sich mitten im Satz verhaspelt oder während des Sprechens merkt das, dass Gesagte keinen Sinn macht, passiert jedem. Umso größer der Druck desto größer die Wahrscheinlichkeit dass es zu einem “peinlichem” Versprecher kommt. Mach dir einfach klar, dass jeder mit diesem Problem zu kämpfen hat und es darauf ankommt wie du mit diesen Verhasplern umgehst. Solltest du beispielsweise nach einem solchen Versprecher laut Fluchen und dich über dich selbst aufregen, kann dich das schnell sämtliche Sympathie Punkte kosten und mündliche Prüfungsnoten sind ja eigentlich immer Sympathie Noten und entstehen aus dem Bauchgefühl heraus. Nimm lieber deine eigenen Fehler mit Humor, lächle verlegen oder kommentiere das Ganze mit einem sarkastischem, selbst ironischem Spruch. “Naya immerhin hab ich mehr als die Hälfte der Karteikarten in der Hand behalten” wäre ein Beispiel wenn dir die Karteikarten aus der Hand gefallen sind.

Bereite dich locker und weitläufig vor

Verkrampfe dich nicht in irgendwelche Pläne oder Dinge die du unbedingt wissen musst. Nimm das Ganze lockere und wenn das Grundgerüst steht konzentriere dich auf die Themen die dich interessieren. Bei den Dingen die dich sowieso interessieren wird es dir leichter fallen, freiwillig mehr zu lesen und während der Prüfung ist es meistens ein leichtes von einem langweiligem Thema, für das man sich nicht so interessiert, zu einem Thema umzuschwenken zu dem man wirklich etwas zu sagen hat.

Das wärs von meiner Seite. Hast Du noch eine Ergänzung zu meinen Tipps? Ich freue mich wie immer über Kritik und Anregungen!



10 Comments

  1. Burkhard sagt:

    Schöne Aufstellung!
    Noch was zu der Aufregung: Lehrer wissen natürlich, dass so ziemlich jeder Schüler bei einer Prüfung aufgeregt ist.
    Und Aufregung ist ja nichts Schlechtes. In einem begrenzten Maß ist sie sogar ein Motivationsmotor, um sich eben entsprechend vorzubereiten.
    Hinderlich ist sie nur dann, wenn sie keine klaren Gedanken mehr zulässt und damit sogar das Lernen schwer fällt. In diesem Fall können “Atemübungen und Gymnastikübung” doch dem einen oder anderen helfen. Zum einen beruhigt sich damit der Gedankenfluss und zum anderen wird das Gehirn mit mehr Sauerstoff versorgt, was wiederum zu einer besseren Konzentrations- und Aufnahmefähigkeit führt. Meistens jedenfalls :-)

  2. Der Angler sagt:

    Hier habe ich endlich mal einen vernünftigen Bericht über das Thema gefunden, danke dafür.

  3. Sandra sagt:

    Ich habe Präsentationen auch immer gehasst. Das wichtigste ist, das man sich gut vorbereitet, der rest ist Kopfsache!

  4. Roberta sagt:

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  5. ibizaria sagt:

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  6. ibizaria sagt:

    Voonn J….. aus ibizaaa haha ADS puuur

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  9. Max sagt:

    Präsentationen sind einfach nur Übungssache. Mit der Zeit werden sie immer besser. Und gegen die Verhaspler hilft am besten eine gute Vorbereitung.

  10. Willi sagt:

    Wer mit Lampenfieber zu kämpfen hat kann auch mal da vorbeischauen: http://www.selbstbewusstsein-staerken.net/praesentieren-mit-lampenfieber/ ganz guter Artikel zum Thema Präsentieren und welche Gedankentricks einem dabei helfen können.

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