Ich bin gerade fertig mit der Schule. Hab mein Abitur gemacht und sollte mich nicht beschweren hat mir doch das gegenwärtige Schulsystem den höchstmöglichen Schulabschluss in Deutschland ermöglicht. Dennoch ärgere ich mich wenn ich an all die verlorene Zeit zurückdenke. 4 Jahre lang Latein Untericht. Jede Woche bis zu 4 Stunden, bei 40 Schulwochen im Jahr waren das insgesamt ganze 640 vergeudete Stunden. Ich kann kein Wort Latein übersetzen geschweige denn sprechen und konnte es auch noch nie. Ob ich Alternativen gehabt hätte? Klar Französisch. Aber das könnte ich wohl jetzt genauso wenig fehlte mir einfach die Motivation.
Foto von John-Morgan
Ich hab nicht vor nach Frankreich auszuwandern und für im Urlaub reicht wohl Englisch oder 3-4 Sätze Französisch aus dem Reiseführer. Und das ist sicher nicht das einzige Fach das ich besucht habe ohne das irgendetwas hängen geblieben ist. Mit Bildender Kunst, Erdkunde oder Musik ging es mir ganz ähnlich. Und jetzt bitte bitte nicht denken, dass ich einen Hass auf diese Fächer hab weil ich in ihnen schlecht war. Das sind die Fächer bei denen ich einfach immer einen Tag vor den Klausuren das auswendig gelernt was der Lehrer hören wollte, dann genau das am nächsten Tag hingeschrieben hab ohne ein Wort verstanden zu haben und ich damit durchgekommen bin.
Ich hab manchmal bis zu 20 ganze Latein Übersetzungen aus dem Internet auswendig gelernt weil ich wusste das eine von ihnen dran kommen muss. Ineffektiv? Im Gegenteil. So musste ich mich nie ernsthaft und regelmäßig mit der Materie beschäftigen und ein Tag vorher hat immer zum Lernen gereicht. Gebracht hat mir das ganze freilich nichts ausser einer schönen Noten auf dem Papier. Aber so im Rückblick würde ich es wieder so machen hatte ich ja keine andere Wahl. Ich wollte nichts über Patituren und Dreiklänge, Kubismus oder die Ekliptik der Erde lernen. Ich wusste schon genau was ich lernen und wissen wollte und dennoch musste ich Woche für Woche Dinge lernen die mich nicht interessieren.
Ist Abhängigkeit von den Lehrern wirklich sinnvoll?
Die Noten in unserem Schulsystem sind zudem zu stark von den Lehrern abhängig. Das ist kein Gejammer eines schlechten Schülers. Ich hatte meistens Glück und hatte die miesen Lehrer nur in den Klassen in denen die Noten niemanden interessieren (7,8,9,). Keder Schüler kann wohl bestätigen, dass manche Lehrer viel zu gute und manche viel zu schlechte Noten geben . Beispielsweise gab es in meiner Schule 2 Chemie Abitur-Kurse . In dem einen Kurs war die schlechteste Zeugnis Note 10 Punkte. In dem anderen war die beste vergebene Note 11 Punkte. Klar könnte man sagen, dass ja reinzufällig alle guten Schüler in dem einem Kurs gelandet sind und alle schlechten in dem anderen. Komischerweise bot sich das selbe Bild der Klassenstufe 10. Die selben Lehrer hatten jeweils eine 10. Klasse in Chemie und es bot sich genau das selbe Bild. Und ich könnte noch viele weitere Beispiele anbringen, will hier aber niemanden mit zu viel persönlichen Erfahrungen langweilen. Ein ander mal vielleicht.
Mündliche Noten sind ein Instrument der Wilkür
Ein weiter Kritikpunkt sind definitiv die mündlichen Noten. Lehrer können hier beliebig je nach Sympathie Noten verteilen ohne sich rechtfertigen zu müssen. Ohne einen Grund für die Noten zu liefern. Natürlich macht das nicht jeder Lehrer so, es gibt auch gewissenhafte Lehrer die jede Stunde für jeden Schüler einen kleinen Vermerk machen und dann ihre Noten genau begründen können. Doch bestätigen Aussnahmen mal wieder leider nur die Regel. Die meisten mündlichen Noten sind willkürlich wenn nicht sogar zufällig. Der Schüler ist machtlos kann er mündliche Leistung unmöglich beweisen. Unbeteiligte Schüler halten sich aus solchen Diskussionen gerne heraus. Zu Recht, sie könnten die nächsten sein die mit einer willkürlichen 5 gestraft werden. Umso trauriger, dass in vielen Fächern diese mündliche Note genauso gewichtet wird wie die schriftliche.
Gibt es Lösungen?
Das soll nun erstmal mit der Kritk genügen. Demnächst gibt es meine Verbesserungsvorschläge. Habt ihr irgendwelche Ideen was sich daran ändern liesse? Eine Idee vorweg: Wie wäre es das Gehalt der Lehrer von den Noten der Schülern in zentralen Prüfungen abhängig zu machen. Somit wären Lehrer gezwungen ihrer eigentlichen Aufgabe nachzugehen. Nämlich den Schülern etwas beizubringen und sie optimal auf diese Prüfungen vorzubereiten. Im Moment kann es den Lehrern egal sein ob die Schüler etwas lernen und verstehen. Aber wären von den Noten der Schüler das Gehalt der Lehrers abhängig würden sich diese auch um den schlechtesten Schüler kümmern. Freiwillige Nachmittagskurse für besonders lernwillige oder besonders schlechte Schüler wären möglich. Im Moment haben Lehrer keinen Anreiz so etwas anzubieten. Heutzutage ist es Gang und Gäbe das die Schüler den Lehrer anflehen müssen er möchte doch bitte das letzte Thema noch einmal erklären.Eine Bitte die nicht selten unerfüllt bleibt. Und warum sollten sich die Schüler nicht dumm stellen um den Lehrer zu ärgern? Na weil es um ihre Noten geht. Die Schüler haben auch im Moment einen Anreiz gut zu lernen oder? Im Gegensatz zu den Lehrer gut zu lehren.

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[...] ich letzte Woche meine Kritik geäussert habe, möchste ich diese Woche ein par Gedanken zu meiner Vorstellung eines neuen, [...]
Die lehrer sind doch immer so stolz, dass man in Deutschland auch denken und nicht nur auswendig lerne muss…. leider ist es in wirklich keit eine katastrophe. in mathe habe ich in der 11 eine glatte eins und eine glatte zwei geschrieben, mich fünmal pro stunde gemeldet.. und n+e drei auf zeugnis bekommen:( das mädel das neben mir sass hat ne 4 und ne 3 geschrieben, sich nur gemeldet, um die hausarbeiten vorzulesen, die ihr freund für sie gemacht hat… und hat eine zwei bekommen:( im hamburg zählen mündliche note 60% . meine vorschläge: mündliche prüfungen statt mündlicher noten, einheitliches schulsysten, mit gleichen schulplänen in jedem bundesland und überhaupt würde ich das niveau ein bisschen anheben:…
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