Das wahrscheinlich größte, fast totgeschwiegene Problem unserer Zeit ist Sucht. Vor 200 Jahren waren die meisten Menschen noch damit beschäftigt nicht zu verhungern. Heute kämpfen wir mit dem gegenteiligen Problemen. Nahezu alles ist im Überfluss vorhanden. Es stellt sich dem modernen Menschen nur noch die Frage: Wonach eigentlich soll ich süchtig werden? Zigaretten? Alkohol? Kaffee? Computerspiele?
Die Kunst aufzuhören
Ein guter Freund von mir ist nun seit 5 Monaten Nichtraucher. Als er mir schilderte wie sehr er zu kämpfen hatte – und immer noch kämpft – war ich schokiert. Mit gerade einmal 22 Jahren hat er mit Entzugserscheinungen zu kämpfen wie ich es nie für möglich gehalten hatte. Noch immer durchfährt jedes mal ein Kribbel seinen Körper, wenn er eine andere Person sieht die sich eine Zigarette anzündet. Er war 6 Jahre Raucher. Zum Aufhören hat ihn ein Arztbesuch gebracht.
Er bemerkte selbst, dass er ständig Halsschmerzen und Husten hatte. Zudem kaum noch zum Sport treiben fähig war. Ein Arzt diagnostizierte bei ihm eine schwache Art Asthma. So schwach, dass er sie bis zu seinem 22. Lebensjahr nicht bemerkt hatte. Durch die Zigaretten wurden dessen Symptome jedoch derart verstärkt, dass er physisch beeinträchtigt wurde. Er versicherte ihm, dass er – sollte er weiter Rauchen – in spätestens 5 Jahren nicht mehr in der Lage sei Sport zu treiben. So verhalf ihm seine gesundheitsfördernde Passion – der Sport – die gesundheitsgefährdende Passion – das Rauchen – aufzugeben. Wäre er kein begeisterter Sportler gewesen würde er immer noch Rauchen. In 5 Jahren wäre er schon beim Treppensteigen ausser Atem. Und irgendwann wäre er an Lungenkrebs gestorben.
Wie gute Vorsätze in Luft aufgehen können
Ein anderer Freund von mir raucht ebenfalls. Jedoch treibt er keinen Sport. Silvester 2007 wollte er aufhören. Symbolisch schoss er seine Zigarettenschachtel mit der 12 Uhr Rakete in den Himmel. 10 Minuten später hatte er eine wieder eine Zigarette im Mund und der gute Vorsatz von 2007 auf 2010 verschoben. Dieses Silvester hat er so viel wie nie zuvor geraucht. Der gute Vorsatz ist vergessen. Eben weil er keinen Sport treibt ist er nicht in der Lage die gesundheitlichen Beeinträchtigungen rechtzeitig zu bemerken.
Deshalb hier mein Tipp an alle Raucher die denken:
“Sterben müssen wir ja eh alle. Is mir doch egal ob mit 50 oder 80. Ab 40 ist das Leben eh scheisse” .
Treibt Sport. Bringt euren Körper an seine Grenzen. Hört auf ihn. Er hat keinen Grund euch anzulügen. Die Marketing Abteilung eurer Lieblings Zigaretten- oder Aloholmarke schon. Erfahrt wozu ihr in der Lage seit und wozu nicht mehr. Bemerkt rechtzeitig wie scheisse das Leben ist, wenn man körperlich eingeschränkt ist.
Alleine süchtig sein macht keinen Spass
Bei einem Arbeitskollegen von mir bemerkte ich wie wichtig das berufliche Umfeld auf das Suchtverhalten eines Menschen ist. Zuvor hat er in einem Hotel gearbeitet. Jeder dort rauchte, also machte er sich keinerlei Gedanken darüber. Bei seiner neuen Stelle ist er der einzige Raucher. Hatte er Anfangs noch mindestens 10 Zigaretten Pausen am Tag gemacht. Sind es heute maximal 2. Alleine süchtig sein macht in einem gewissen Stadium einfach keinen Spass.
Und genau hier ist für mich die kritische Stelle. Sobald jemand ein Suchtmittel alleine konsumiert. Ohne jeglichen Gruppenzwang, ist es nahezu unmöglich, dass er jemals wieder ganz geheilt wird. Deshalb hier mein zweiter Tipp:
Solltet ihr bei euch selbst bemerken wie ihr eine solche Schwelle überschreitet.Nach der Party allein daheim 2 Bier trinken “zum besser einschlafen” ist nicht normal. Es ist das erste Anzeichen einer Sucht. Erkennt rechtzeitig wann ihr süchtig werdet. Bevor es zu spät ist.
Ausserdem ist es hilfreich sich vermehrt an nichtsüchtige Freunde zu hängen. Raucht niemand in der Clique kommt man sich schnell doof vor. Betrinkt niemand sich jedes Wochenende hemmungslos ausser euch, seit ihr bald das Gespött. So etwas motiviert ungemein.
2 Fliegen mit einer Klappe
Ebenfalls ein guter Tipp für alle die Angst haben zu häufig zu viel Alkohol zu trinken ist es sich als Fahrer anzubieten. So schlagt ihr 2 Fliegen mit einer Klappe. Jeder mag den Fahrer weil man sich selbst keine Gedanken über das nach Hause kommen machen muss. Und niemand beschwert sich, dass ihr nichts trinkt.
Ich selbst halte mich für relativ immung gegen Suchten. Meine Tante, die mir sehr nahe stand, ist an von Zigaretten verursachtem Lungenkrebs gestorben. Ein furchtbarer Tod. Jeder der jemals einen geliebten Menschen durch dessen Sucht verloren hat kann wohl meine Abneigung gegen Zigaretten nachempfinden. Ebenso jeder, der schon einmal einen Menschen an Lungenkrebs hat sterben sehen. Diese traurige Erfahrung hat mich sehr viel vorsichtiger gemacht. Ich achte stets darauf. Halt ist das schon zu viel. Kann ich noch darauf verzichten. Und somit ist mein letzter Tipp natürlich:
Niemals anfangen. Nur wer anfängt kann süchtig werden. Die erste Zigarette schmeckt beschissen. Genauso wie das erste Bier und der erste Kaffee. Nur durch Gruppenzwang oder Vorbilder zwingen wir uns selbst solange bis es uns schmeckt und wir nicht mehr ohne können.
Ich will kein verklemmter Moralapostel sein. Ich trinke selbst nahezu jedes Wochenende Alkohol. Alkohol gehört für mich zum Wochenende dazu. Ja sogar zu unserer Spass-Gesellschaft im Ganzen. Aber man muss die Grenzen kennen. Und sofort reagieren wenn man eine solche überschreitet.

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Ich finde das sehr sehr gut !
Ich brauchte was für die Schule und habe hier Etwas gefunden
Daaaankeschööön