Warum sie kein Wunderkind waren

Posted in Bildung

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Einstein hätte ohne sie niemals seine weltbekannte Relativitätstheorie entwickelt, Gottlieb Daimler hätte nie das Auto erfunden und Mark Zuckerberg hätte niemals Facebook programmiert. Doch was unterscheidet diese Menschen von ihnen? Ist es wirklich das, was wir als Intelligenz bezeichnen? Oder gar Talent? Auch sie sind zu viele mehr fähig! Was ihnen zum Weltruhm, Reichtum und zur Erfüllung ihrer Träume fehlt, aber was den drei oben genannten zum Erfolg verholfen hat, ist hauptsächlich die Motivation.

Foto von heipei

Sei es die Motivation anzufangen oder etwas angefangenes durch zuziehen. Wir könnten alles wenn wir nur wollten. Jeder von uns ist zu Höchstleistungen fähig. Vorausgesetzt wir sind motiviert genug es anzufangen, durch zuziehen und auch zu Ende zu bringen. Der Einfluss von Talent oder angeborenen Fähigkeiten wird weitgehend überschätzt. Bewiesen hat das László Polgár vor über 20 Jahren.

Mozarts Geheimnis

Seiner Meinung nach ist jedes Kind zum Außergewöhnlichen in der Lage wenn es nur systematisch und intensiv genug gefördert werden. So wurde beispielsweise das bekannteste aller Wunderkinder, Wolfgang Amadeus Mozart, in jungen Jahren von seinem Vater, einem Berufsmusiker gedrillt. Um Beweise für seine Überzeugung zu bekommen begann er ein Aufsehen erregendes Experiment. Er selbst, ein nur mittelmäßiger Schachspieler, fing an seine drei Töchter in der Sportart zu drillen, in der auch noch in modernen Zeiten die meisten „Wunderkinder“ entdeckt werden. Ebenfalls ein Grund dafür, dass die Wahl auf das Schach Spiel fiel war wohl, dass sich Leistungen in Turnieren relativ genau messen lassen. Er trainierte sie systematisch, ließ sie stets gegen bessere Gegner antreten und brachte sie dazu jeden Tag Schach zu spielen. Und siehe da: 1984 führte eine seiner Töchter im Alter von 15 Jahren die Weltrangliste der Frauen an. 1991 wurde sie zur ersten weiblichen Großmeisterin des Schachsports. Kurze Zeit später wurde auch ihre jüngste Schwester zu Großmeisterin, mit gerade einmal 15 Jahren. Sie war somit die jüngste Großmeisterin bis dahin und unterbot sogar Bobby Fischers Rekord um zwei Monate. László Polgár bewies mit seinem Experiment zwei ganz entscheidende Dinge:

Einerseits, dass Talent in der Form in der wir es zu kennen meinen nicht existiert beziehungsweise nicht relevant ist. Andererseits, dass Frauen zu denselben Leistungen fähig sind wie Männer, würden ihnen nicht Vorurteile die Motivation rauben.

Warum Talent nicht existiert

Jeder von uns wird genau deswegen am erreichen von Höchstleistungen gehindert. Wir glauben es gebe Talente, Wunderkinder, Genies. Doch in Wirklichkeit gibt es nur Menschen die mehr Motivation besitzen als andere. Genau dasselbe in der Schule. Jeder hatte wohl ein Streber in der Klasse einer der in Mathe und Physik einfach besser war als andere. Scheinbar mühelos alles verstand. Allerdings auch furchtbar einsam war. Doch genau hier liegt der Fehler. Es ist falsch anzunehmen der Streber hat keine Freunde weil er so viel besser in Mathe oder Physik ist. Richtig wäre: er ist besser in der Schule weil er keine Freunde hat. So bleibt ihm viel mehr Zeit sich mit den lern intensiven Fächern zu beschäftigen, auch wenn gerade keine Klausur ansteht. Natürlich gibt er das nicht so zu. Etwas besser zu können weil man mehr dafür gearbeitet hat ist nicht halb so cool wie etwas besser zu können ohne dafür gearbeitet zu haben. Wessen Gedanken sich während der Freizeit um Mädchen, Partys und Fußball drehen. Fällt es sehr viel schwerer Motivation für trockene Fächer wie Mathematik oder Physik zu entwickeln. Der einsame Streber hingegen kann sich ganz in die Welt der Physik oder Mathematik zurückziehen und vergessen wie einsam er doch ist.

Das Geheimnis aller guter Schüler

Sie denken ich beziehe mich in meiner Argumentation auf Stereotypen? Und gab es da nicht in ihrer Klasse den Typen der beliebt war, auf keiner Party gefehlt hat und trotzdem gut in Mathe war?! Das mag sein. Fest steht abe , niemanden fliegen Mathe Kenntnisse bzw. Erkenntnisse einfach zu. Vielleicht hat genau dieser coole Typ von seinem Physiker-Onkel zum 14. Geburtstag das Buch: „Sie belieben wohl zu scherzen Mr. Feynman“ geschenkt bekommen. Hat es gelesen weil der Titel nichts lernpädagogischen verriet. Und war nach der Lektüre dermaßen von Feynmans Lebensweg und Leben als Physiker begeistert, dass er seit dem den heimlichen Wunsch in sich trägt Physiker zu werden. Und die Physik, braucht nun mal zur Beschreibung der Natur die Mathematik. Und da wäre sie: Die Motivation des coolen Typen, besser im Unterricht aufzupassen und sich auch daheim mit der Materie auseinander zusetzten!

Jeder Mensch der etwas besser kann als sie, kann es nur besser weil er motivierter war zu trainieren, zu lernen oder sich über die Thematik fortzubilden. Behalten sie das stets im Kopf wenn sie jemanden mit einem vermeintlichen außergewöhnlichen Talent treffen. Sie können das auch, wenn sie nur wollen!



5 Comments

  1. Maria_Monte sagt:

    Ich denke, es ist nicht allein die Motivation. Es ist auch die generelle Einstellung und eine positive Herangehensweise an ein Ziel. Wenn man zum Beispiel super motiviert ist zu studieren, sich aber unterbewusst dauernd “klein redet” und sich sagt “ich schaff das nicht, das Geld fehlt, es ist zu schwer etc.”, dann wird man es auch nicht schaffen. Der Wille bzw. die Motivation etwas zu erlernen, reicht oft nicht aus – Selbstbewusstsein ist auch entscheidend. Und ab und zu braucht man auch etwas Disziplin z.B. um den inneren Schweinehund zu überwinden. ;)

  2. [...] schreibt über Wunderkinder und Prüfungsangst, kostenlosen Bücherquellen und die Generation 2.0. Der frischgebackene [...]

  3. Simon sagt:

    Boah… krieg keine Mail über das Kontaktformular verschickt… deswegen hier…

    Hi, hab grad 3 deiner Artikel gelesen, die fand ich wirklich gut. Deswegen möchte ich dir ein paar sinnentstellende Fehler schicken, die auftauchen:
    In \’So bestehen sie jede Prüfung\’ steht \’Niemand wird durch Misserfolge demotiviert.\’ Es sollte wohl \’motiviert\’ heißen.
    In \’Warum sie kein Wunderkind waren\’ steht \’Natürlich gibt er das nicht so\’. Statt \’so\’ \’zu\’. Und \’Dass mag ein\’ -> \’Das mag sein\’

    Gibt noch ein paar mehr Kleinigkeiten, aber das stört nicht beim lesen.

    Simon

  4. Jakob sagt:

    Hi Simon,
    vielen Dank für die Tipps. Hab vieles nochmal Korrektur gelesen und verbessert :)

  5. [...] deutlich! Und wer nun der Meinung ist Adora sei halt eine Ausnahme, ein Wunderkind, sei auf meinen “Wunderkind” Artikel verwiesen. Adora kam nicht als Wunderkind auf die Welt. Sie wurde gefördert, gefordert, ernst [...]

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