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Immer mehr Menschen geben immer mehr von sich im Internet preis. Klar ist die Versuchung gross. Es ist so einfach wie nie sich selbst in einem schönem Licht zu präsentieren, der Gruppenzwang tut zudem sein übriges. Die daraus resultierende Privatsphäre Diskussion ist scheinbar endlos. Doch anscheinend sehnen sich aber immer mehr nach den alten Zeiten in denen jeder im Internet anonym unterwegs war und mit anderen anonym mit Pseudonymen kommuniziert hat. So bin ich zuletzt auf immer mehr Seiten gestossen die eigentlich alle dasselbe anbieten:
Ohne Namens- oder sonstige Angaben Kommunikation mit Fremden.
Einige Beispiele sind:
Bei Omegle genügt ein Klick und man kommt in ein Chatfenster zu einem chatwilligem Fremden. Jeder gibt nur so viel von sich Preis wie er will. Userprofile existieren nicht. Bei Chatroulette sind zudem auch Videochats möglich . Bei EmailRoulette ist eine Anmeldung erforderlich und das ganze verläuft gemäßigter per Email.
Doch welcher Sinn steckt hinter all diesen Websiten? Was sollte man schon mit Fremden zu bereden haben?
Hauptsächlich geht es dabei um den Spass, mit Fremden aus aller Welt zu kommunzieren. So einfach war es noch nie vorurteilsfrei neue Leute kennenzulernen. Erstaunlich ist jedoch wie viele Leute wirklich mitmachen, da man immer sofort einen Gesprächspartner hat ohne eine Sekunde warten zu müssen. Aber irgendwie bin ich mir noch nicht sicher ob das nicht alles Leute sind die das ganze zum Ersten mal ausprobieren. Dagegen spricht allerdings, dass Omegle schon fast ein Jahr existiert. Ich selbst konnte dem ganzen nicht viel abgewinnen, irgendwie kommt man ja doch schnell bei der Kommunikation mit Fremden in eine Sackgasse und das ganze wird langweilig. So eine typische Kommunikation bei Omegle sieht wie folgt aus:
You: hiStranger: hiYou: where your from?Stranger: France & youYou: Germanydo you use omegle for first time?
Stranger: today, that’s first dayYou: ah okayand why do you use it?
Stranger: to make a friends around the worldStranger: and you?You: i´m just testing it. This is the first time i talk to a stranger online.Stranger: GlückwünscheYou:you learned german in school?
Stranger: No use google translateYou: ^^ did you already find friends?Stranger: yeah, 2 todayStranger: one from koreaStranger: and other one from Canada
Anschliessend tauscht man noch den Namen aus und den genauen Wohnort und dann ist man in der Sackgasse angelangt. Meiner Meinung nach ist Omegle ein seltsamer Platz um nach Freunden zu Suchen aber irgendwie scheint ein reges Interesse zu bestehen. Besonders seltsam: viele scheinen das ganze als Partnerbörse nutzen zu wollen. Gespräche wie :
Stranger: m or f
Stranger: ??????
You: m u?
Your conversational partner has disconnected
You: heyStranger: iyaYou: where from?Stranger: seattleStranger: u?You: germanyYour conversational partner has disconnected.
You: Im a guy!Stranger: heyaStranger: so am i!You: cool and you dont quit the coversation??You: everyone here does…Stranger: lmao, i find people that are as shocked as me halariousYou: everytime I tell them im male they quit
Stranger: yeaYou: where you from?Stranger: usaStranger: you?You: germanyYou: and now you quit he?
Stranger: well, i was torn actuallyStranger: part of me wanted to yell NATZI! and quitStranger: and the other part was to lazy and wanted to just keep talkingStranger: XDYou:nobody likes germans
[...]
Notiz: Übrigens scheint der gegenteilige Trend bei Freenetproject.org zu finden bei dem jeder sozusagen ein Privates Internet aufbauen kann. Inklusive Websiten, Datentransfer und Chatfunktion. Jeder kann seine Freunde in sein privates Internet einladen und nur die können die Websiten, Daten etc lesen bzw downloaden. Fremde werden absolut ausgeschlossen. Für mehr Informationen zu Darknets empfehle ich den in der Sueddeutschen erschienen Artikel.
Notiz2: Gerade gesehn, dass sich auch Nerdcore Rene im Moment mit dem selben Thema beschäftigt!
Notiz3: Das man mit dem Ganzen auch einfach wahnsinnig viel Spass haben kann beweist dieses Video!
PS:
Der selbe 17 jährige Ami erzählte mir noch folgendes:

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